Zum Inhalt springen
Home » Ratgeber Kfz & Kennzeichen » Reichweite von E-Autos

Reichweite von E-Autos

    Wie weit kommt ein E-Auto mit einer Ladung?

    Die Reichweite hängt von der nutzbaren Batterieenergie und dem Verbrauch während der Fahrt ab. Ein E-Auto mit 60 kWh nutzbarer Kapazität kommt bei 20 kWh je 100 Kilometer rechnerisch 300 Kilometer weit. Bei höherem Verbrauch oder einem geringeren Akkustand verkürzt sich die Strecke.

    Herstellerangaben nach WLTP helfen beim Vergleich. Für Deine Fahrt sind zusätzlich Geschwindigkeit, Temperatur, Beladung und die geplante Reserve wichtig.

    Elektroauto mit angeschlossenem Ladestecker an einer Ladesäule mit Anzeige von 80 Prozent Akkustand
    KI-generierte Illustration: Der Akkustand bestimmt mit, wie viel Energie bis zum nächsten Ladestopp zur Verfügung steht.

    Reichweite berechnen: Akku und Verbrauch

    Reichweite in km = verfügbare Energie in kWh ÷ Fahrverbrauch in kWh/100 km × 100

    Verwende die nutzbare Nettokapazität, nicht die größere Bruttokapazität. Für einen einzelnen Fahrtabschnitt zählt nur die Energie zwischen Deinem Start-Akkustand und der geplanten Restladung.

    Beispiel: Zwischen 80 und 10 Prozent nutzt Du 70 Prozent des Akkus. Bei 60 kWh Nettokapazität sind das ungefähr 42 kWh.

    Angenommener Fahrverbrauch Von 100 bis 0 % Von 80 bis 10 %
    15 kWh/100 km 400 km 280 km
    20 kWh/100 km 300 km 210 km
    25 kWh/100 km 240 km 168 km

    Eigene vereinfachte Beispielrechnung mit 60 kWh nutzbarer Kapazität und konstantem Verbrauch. Die Fahrt bis 0 Prozent ist keine Planungsempfehlung. Temperatur und Batteriezustand können die tatsächlich verfügbare Energie verändern.

    WLTP-Reichweite und Testergebnisse richtig vergleichen

    Die WLTP-Reichweite wird unter festgelegten Prüfbedingungen ermittelt. Sie ist keine Garantie für eine bestimmte Autobahn- oder Winterreichweite. Vergleiche immer die genaue Fahrzeugvariante mit ihrer Batterie, Bereifung und Ausstattung.

    Unabhängige Tests liefern zusätzliche Orientierung. Der ADAC hat sein Verfahren Anfang 2026 geändert und weist ältere und neuere Ergebnisse deshalb getrennt aus. Eine Rangliste über beide Verfahren wäre nur eingeschränkt aussagekräftig.

    Beispiele aus den ADAC-Tests 2026

    Getestete Variante Testzeitpunkt Gemessene Reichweite
    Mercedes CLA Coupé 350 EQ AMG Line 4Matic April 2026 672 km
    BMW iX3 50 xDrive Juli 2026 669 km
    Hyundai Ioniq 6 (84 kWh) Centriq Juli 2026 532 km

    Ausgewählte Beispiele, keine vollständige Marktübersicht. Quelle: ADAC-Vergleich von Reichweite und Verbrauch, abgerufen am 14. Oktober 2026. Die Werte gelten für das jeweilige Testverfahren und die genannten Varianten.

    Wie kannst Du die Reichweite verbessern?

    Fahre vorausschauend und vermeide unnötig hohes Tempo. Halte den Reifendruck nach Herstellervorgabe ein und entferne Dachträger, wenn Du sie nicht benötigst. Nutze die Rekuperation beim erforderlichen Verzögern; unnötiges Beschleunigen und anschließendes Bremsen kostet trotzdem Energie.

    Vorheizen am angeschlossenen Ladekabel kann den Energiebedarf aus dem Akku zu Fahrtbeginn verringern. Verzichte dabei nicht auf freie Scheiben oder eine sichere Innenraumtemperatur. Für tägliche Ladeziele und den Umgang mit der Batterie gelten die Empfehlungen des Fahrzeugherstellers.

    Häufige Fragen zur E-Auto-Reichweite

    Warum sinkt die Reichweite auf der Autobahn und im Winter?

    Mehrere Faktoren beeinflussen den Verbrauch bei Kälte und hoher Geschwindigkeit:

    • Geschwindigkeit: Mit höherem Tempo steigt der Luftwiderstand. Dauerhaft schnelles Autobahnfahren benötigt deshalb mehr Energie als eine Fahrt mit geringerem Tempo.
    • Kälte: Innenraum und gegebenenfalls Batterie müssen beheizt werden. Besonders kurze Fahrten können durch das wiederholte Aufheizen einen hohen Verbrauch haben.
    • Fahrzeug und Beladung: Aerodynamik, Reifen, zusätzliches Gewicht, Dachaufbauten und Anhänger beeinflussen den Energiebedarf.
    • Strecke und Wetter: Steigungen, Gegenwind und nasse Fahrbahnen können den Verbrauch erhöhen.

    Im ADAC-Wintertest 2026 wurden 14 Fahrzeuge bei 0 °C auf einem Prüfstand mit einem Autobahn-Fahrprofil verglichen. Keines bewältigte die simulierten 582 Kilometer ohne Ladestopp.

    Wie werden Ladeverluste bei der Reichweite berücksichtigt?

    Beim Laden gelangt nicht die gesamte bezogene Energie in den Akku. Verluste entstehen unter anderem bei der Stromumwandlung und durch Nebenaggregate. Für die Reichweitenrechnung darfst Du Ladeverluste nicht nochmals von der nutzbaren Energie eines bereits geladenen Akkus abziehen. Verwende dafür den reinen Fahrverbrauch aus der Batterie.

    Für die Stromkosten je 100 Kilometer ist dagegen der Energiebezug einschließlich Ladeverlusten relevant.

    Was zählt auf längeren Fahrten außer der Reichweite?

    Die Reisezeit hängt maßgeblich davon ab, wie schnell das Auto neue Energie aufnimmt. Wichtiger als die kurzzeitige Spitzenleistung sind die durchschnittliche Ladeleistung und die Ladekurve (beispielsweise von 10 bis 80 Prozent).

    So planst Du Deine Ladestopps optimal:

    • Nutze eine Routenplanung, die Verbrauch, Akkustand und passende Ladepunkte berücksichtigt.
    • Plane eine Restladung ein und halte eine alternative Lademöglichkeit bereit.
    • Vorkonditioniere die Batterie vor einem Schnellladestopp, falls Dein Fahrzeug diese Funktion bietet.

    Wunschkennzeichen für Dein Elektroauto

    Wenn Du ein Elektroauto zulässt, kannst Du eine verfügbare Wunschkombination reservieren und passende Schilder bestellen. Voraussetzungen und Besonderheiten des E-Zusatzes erklären wir auf unserer Seite zum E-Kennzeichen.

    OnlineSchilder.de (ein Service von KennzeichenStar.de) ist ein bundesweites Serviceportal für Zulassungsdienste, amtliche Kennzeichen und Wunschkennzeichen. Über unseren Service kannst du Kennzeichen prüfen, Reservierungen beauftragen, nach DIN 74069 zertifizierte Kennzeichenschilder bestellen sowie dein Fahrzeug online per iKfz zulassen oder abmelden. Informationen zu den amtlichen Vorgaben und zur digitalen Fahrzeugzulassung (iKfz) stellt die jeweilige Zulassungsbehörde oder das KBA bereit. OnlineSchilder.de ist keine Behörde.

    KBA: Informationen zur digitalen Fahrzeugzulassung

    Informationen zur digitalen Fahrzeugzulassung (iKfz) findest du beim Kraftfahrt-Bundesamt (KBA).