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Saisonkennzeichen

    Saisonkennzeichen – einfach erklärt

    Ein Saisonkennzeichen ist ein deutsches Kfz-Kennzeichen für Fahrzeuge, die nur während eines bestimmten Zeitraums im Jahr genutzt werden, zum Beispiel Cabrios, Motorräder oder Wohnmobile. Es lohnt sich vor allem finanziell, da Kfz-Steuer und Versicherung nur für die tatsächliche Nutzungsdauer gezahlt werden.

    Der gewählte Zeitraum beträgt mindestens 2 und maximal 11 Monate pro Jahr. Er wird direkt auf dem Kennzeichen angegeben, etwa 04/10 für April bis Oktober, und zusätzlich im Fahrzeugschein vermerkt. Die Zulassung erneuert sich danach automatisch jedes Jahr.

    So funktioniert ein Saisonkennzeichen

    • Nutzungszeitraum: Zusammenhängender Zeitraum von mindestens 2 bis maximal 11 Monaten (z. B. 04/10 für April bis Oktober).
    • Gültigkeit: Das Fahrzeug darf ausschließlich innerhalb dieses Zeitraums auf öffentlichen Straßen bewegt werden.
    • Anzeige am Kennzeichen: Der Startmonat steht oben, der Endmonat unten am rechten Rand des Nummernschilds.
    • Kostenersparnis: Steuer und Versicherung werden nur für die Monate berechnet, in denen das Fahrzeug tatsächlich zugelassen ist.
    • Automatische Verlängerung: Nach Saisonende wird das Fahrzeug nicht abgemeldet. Die Zulassung verlängert sich jedes Jahr automatisch, solange Versicherungsschutz besteht und der TÜV gültig ist.

    Wer nutzt ein Saisonkennzeichen?

    • Fahrer von Fahrzeugen, die nicht ganzjährig genutzt werden
    • Typisch sind Cabrios, Motorräder, Wohnmobile oder Wohnwagen

    Wie beantragt man ein Saisonkennzeichen?

    Die Beantragung erfolgt bei der örtlichen Zulassungsstelle. Benötigt werden:

    • Zulassungsbescheinigung Teil I und Teil II
    • Personalausweis oder Reisepass
    • Elektronische Versicherungsbestätigung (eVB-Nummer)
    • SEPA-Mandat für die Kfz-Steuer

    Vorteile auf einen Blick

    • Deutlich geringere Steuer- und Versicherungskosten
    • Kein jährliches An- und Abmelden erforderlich
    • Kennzeichen bleibt dauerhaft bestehen

    Was wird auf dem Saisonkennzeichen angegeben?

    Auf dem Saisonkennzeichen siehst Du die Betriebsmonate in Form von zwei Zahlen rechts neben der regulären Kennzeichnung.
    Die obere Zahl zeigt den Startmonat, die untere den Endmonat an.

    Beispiel: „04/10“ bedeutet, dass das Kennzeichen von April bis Oktober gültig ist.

    Welche Vorteile bietet ein Saisonkennzeichen?

    Saisonkennzeichen helfen Dir, Kosten und Verwaltungsaufwand zu reduzieren, da Du Dein Fahrzeug nur für die tatsächlich genutzten Monate zulassen musst.

    Die Kfz-Steuer und die Versicherung werden zeitanteilig berechnet. Eine An- und Abmeldung zum Saisonwechsel entfällt ebenfalls.

    Vorteile des Saisonkennzeichens Details
    Kosteneinsparung Steuer und Versicherung nur für die angemeldeten Monate.
    Weniger Aufwand Einmalige Anmeldung, kein jährliches An- und Abmelden nötig.
    Flexibler Nutzungszeitraum Individuell von 2 bis 11 Monaten wählbar.

    Wo darf ich mein Fahrzeug außerhalb der Saison abstellen?

    Während der „off-Saison“ darf das Fahrzeug nur auf Privatgrund geparkt werden. Auf öffentlichen Straßen ist es weder zulässig, das Fahrzeug abzustellen, noch zu fahren, da der Versicherungsschutz in dieser Zeit ruht.

    Was passiert bei Fahrten außerhalb der Saison?

    Fahrten außerhalb des festgelegten Betriebszeitraums sind gesetzlich nicht erlaubt. Solche Fahrten können Bußgelder und den Verlust des Versicherungsschutzes nach sich ziehen. Dies gilt auch, wenn das Fahrzeug nur kurz bewegt wird.

    Kann ich ein Saisonkennzeichen verlängern?

    Solltest Du den Betriebszeitraum verlängern wollen, ist dies nur mit einer formalen Änderung bei der Zulassungsbehörde möglich. Eine einfache Anpassung ohne erneute Anmeldung ist nicht möglich.

    Welche Fahrzeuge eignen sich für ein Saisonkennzeichen?

    Saisonkennzeichen sind besonders beliebt bei Fahrzeugen, die nur saisonal genutzt werden. Dazu gehören:

    Fahrzeugart Typische Nutzungsmonate
    Cabrio Frühjahr bis Herbst
    Motorrad Frühjahr bis Herbst
    Wohnmobil Frühjahr bis Herbst

    Kombination mit Wunschkennzeichen möglich?

    Ja, es ist möglich, ein Saisonkennzeichen mit einem Wunschkennzeichen zu kombinieren.

    Bedenke jedoch, dass der Platz auf dem Kennzeichen begrenzt ist, insbesondere wenn zusätzlich ein H- oder E-Kennzeichen gewünscht wird.

    Gibt es besondere Vorschriften für das Parken mit einem Saisonkennzeichen?

    Fahrzeuge mit einem Saisonkennzeichen dürfen außerhalb der Saison nur auf Privatgelände abgestellt werden. Es ist untersagt, sie in der öffentlichen Parkzone zu parken, da der Versicherungsschutz in dieser Zeit ruht. Achte also darauf, dass Dein Fahrzeug zum Saisonende auf einem privaten Stellplatz oder in einer Garage steht, um mögliche Bußgelder zu vermeiden.

    Welche Vorteile bietet ein Saisonkennzeichen für Motorradfahrer?

    Besonders Motorradfahrer profitieren von Saisonkennzeichen, da sie ihre Maschinen oft nur in der warmen Jahreszeit nutzen. Mit einem solchen Kennzeichen sparst Du bei Steuer und Versicherung und kannst Dein Motorrad bei der Zulassungsstelle einmalig anmelden, ohne es jedes Jahr ab- und anzumelden. So bleibt Dein Wunschkennzeichen dauerhaft gesichert.

    Wie beantrage ich ein Saisonkennzeichen?

    Um ein Saisonkennzeichen zu beantragen, musst Du die entsprechenden Papiere wie Fahrzeugbrief und -schein, einen Versicherungsnachweis und Deinen Personalausweis bei der Zulassungsstelle vorlegen. Der Betriebszeitraum wird festgelegt, und Dein Autokennzeichen erhält die passende Prägung.


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    Was sollte ich bei der Wahl des Betriebszeitraums beachten?

    Überlege genau, wann Du Dein Fahrzeug nutzen möchtest, bevor Du den Zeitraum für Dein Saisonkennzeichen festlegst. Wenn Du ein Cabrio hast, das Du gerne in den Sommermonaten fährst, bietet sich beispielsweise eine Saison von April bis Oktober an. Beachte dabei, dass eine Änderung des Betriebszeitraums nur durch eine erneute Anmeldung möglich ist.

    Welche Strafen drohen bei Verstößen?

    Wird ein Fahrzeug mit Saisonkennzeichen außerhalb des Betriebszeitraums auf öffentlichen Straßen gefahren oder abgestellt, drohen empfindliche Strafen und der Verlust des Versicherungsschutzes. Halte Dich also strikt an den vorgegebenen Zeitraum, um Bußgelder und rechtliche Probleme zu vermeiden.